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Unbehandelte Fachwerkhölzer sind
bei Beachtung des konstruktiven
Holzschutzes 1 und nicht zu starker
Schlagregen- oder Schadstoffbelastung
von Natur aus witterungsbeständig.
Durch mäßige Bewitterung
und UV-Strahlung entstanden
bei unbehandeltem Fachwerk dunkelbraune
bis mattsilberne Oberflächen. 2
Dennoch wurden auch in früheren
Jahrhunderten Anstriche für Fachwerkhölzer,
Fenster, Türen, Tore und
Gefacheputze eingesetzt, denen
vermutlich aber vorwiegend eine
ästhetische Bedeutung zugeschrieben
werden kann. Es standen nur
wenige für den Farbanstrich geeignete
Materialien zur Verfügung. Verwendet
wurden meist dünnflüssige,
z.T. pigmentierte Leinöllasuren; Fachwerkhölzer
wurden mitunter auch
mit Kalkfarben gestrichen. 3
Unter starkem UV-Einfluss und stetiger
Feuchtebelastung kann Holz innerhalb
weniger Jahre verwittern
und dient in dieser Phase verstärkt
holzschädigenden Pilzen, Insekten
und Bakterien als Nahrungsquelle.
Zum Schutz vor UV-Strahlung verwendet
man eine nicht transparente
Farbpigmentierung, welche
die Eigenfarbe des Holzes überdeckt
oder eine transparente Pigmentierung,
die Helligkeitsunterschiede
der Holzmaserung erkennen
lässt.
Da bei einer über einen längeren
Zeitraum anhaltenden Holzfeuchte
von über 20 Masseprozent die Gefahr
der Holzzerstörung besteht 4, kommt dem Feuchteschutz der
Fachwerkhölzer eine besondere Bedeutung
zu.
Insbesondere die innen liegenden
und den Gefachen zugewandten
Seiten der Fachwerkhölzer nehmen
Feuchtigkeit in Form von in Fugen
und Risse eindringendem Niederschlagswasser
oder Tauwasser aus
dem Wandaufbau auf. Die in flüssiger
Form vorliegende Feuchtigkeit
muss nach außen wieder abtrocknen
können. Wird die von außen
sichtbare Seite des Fachwerks jedoch
durch einen diffusionsdichten
bzw. kapillar trocknungsblockierenden
Anstrich versiegelt, kann es zu
einer übermäßigen Feuchteanreicherung
im Holz und in der Folge zur
Fäulnisbildung kommen.
Ein Anstrichsystem sollte also den
Feuchtehaushalt des Holzes gleichmäßig
niedrig halten können. Das
bedeutet einerseits, dass es durch
das unterschiedliche Schwindverhalten
nicht reißen darf, so dass Regenwasser
in die Risse der Farbschicht
eindringen kann. Andererseits
darf die Wasserdampfdiffusion
nur gering behindert werden – die
Diffusionswiderstandszahl muss
auch mit zunehmender Schichtdicke
des Anstrichfilms niedrig bleiben. 5 Die Gesamtdicke der einzelnen
Farbschichten hat einen erheblichen
Einfluss auf die Wasserdampfdurchlässigkeit,
welche durch den
Sd-Wert 6 beschrieben wird.
Auf Fachwerkhölzern sollte der Sd-
Wert der Beschichtung, incl. Grundierung
und Neubeschichtung 0,5
[m] nicht übersteigen. Bei Gefacheanstrichen
muss ein Sd-Wert von
max. 0,14 [m] eingehalten werden. 7
Deshalb muss im Rahmen von Instandhaltungs-
oder Instandsetzungsmaßnahmen
unabhängig
von der Haftung und Festigkeit der
alte Farbanstrich vollständig entfernt
werden, um der Gefahr zu großer
Schichtdicken entgegen zu wirken.
Desweiteren sollte man beachten,
dass etliche Hersteller auf ihren
Merkblättern darauf hinweisen, dass
ihre Farbsysteme nur für einen Auftrag
durch Streichen oder Rollen geeignet
sind. Das wiederum bedeutet
aber, dass die filmbildende Schicht
dicker ist als beim Aufspritzen.
Da die tatsächliche Dicke von i.d.R.
3 Schichten (Grundanstrich, Zwischenanstrich,
Deckanstrich) kaum
kontrolliert und nachvollzogen werden
kann, sollten also Diffusionswiderstandszahl
und Wasseraufnahmekoeffizient
so niedrig wie
möglich gehalten werden.
In den Technischen Merkblättern
wird z.B. bei einem für innen und außen
geeigneten Kunstharzlack unter
anderem neben der Bindemittelbasis
(langöliges Alkydharz) auf die
Pigmentbasis (lichtechte, wetterbeständige
Buntpigmente), geeignete
Verdünner, Schichtstärken und besondere
Produkteigenschaften
(wetterbeständig, lichtecht, glanzstabil,
füllkräftig, hoch abrieb- und
schlagfest) hingewiesen. Eine Deklaration
weiterer Inhaltsstoffe, prozentualer
Stoffanteile oder der Wasserdampf-
Diffusionswiderstandszahl
µ erfolgt nicht.
Als Anwender kann man somit nicht
nachvollziehen, welche Zusammensetzung
die Farbe tatsächlich
aufweist und wie dampfdicht oder
diffusionsoffen sie ist. Laut Farbenhersteller
und Handwerksfirmen stellen
deren Farben dampfdiffusionsoffene
und gleichzeitig wasserabweisende,
demnach also unbedenkliche
und schützende Beschichtungssysteme
dar. 8
Selbst kunststoffhaltige Anstriche
sind dampfdiffusionsoffen. Die Diffusionsoffenheit
gilt aber vermutlich
nur für den frischen Anstrich, denn
die über sehr lange Zeit fortschreitende
Polymerisation oder Vernetzung
der Moleküle führt langfristig
zu einer dampfdichten Versiegelung. 9
Inzwischen ist in der Fachwelt bekannt,
dass Lacke und Kunstharze
verspröden, mangelhaft elastisch
sind sowie aufgrund ihrer chemischen
Zusammensetzung nur eine
eingeschränkte Haftung zum Untergrund
aufbauen. In der Regel ist
eine Versprödung (trockene Brüchigkeit
des Films, die stellenweise
zum Abplatzen führt) das Resultat
langjährig bewitterter Alkydharzdeckanstriche
bzw. Alkydharzlasuren.
Stark wechselnde Temperaturen,
Einfluss des UV-Lichts und
Feuchtigkeit können die Alterung
beschleunigen. 10 11
Befinden sich unter dem Neuanstrich
mit modernen Farben noch
Leinölreste, ist es möglich, dass diese
Leinölmoleküle bei starker Erwärmung
mobil werden und sich als
Gas unter der Beschichtung ansammeln.
So kann es aufgrund des
im Wandaufbau herrschenden
Dampfdruckes zu Blasen, Rissen
und zum Abblättern der Farbe kommen. 12
Auch (eigenständig) untergemischte,
wasserabweisende Zusätze,
über die Herstellerempfehlung
hinaus verdickte oder
verdünnte Farben und der Verschnitt
unterschiedlicher Materialien,
auch verschiedener Hersteller
können zum Versagen eines Anstrichs
beitragen.
Fallbeispiel 1:
Die Fachwerkkonstruktion besteht
aus Nadelholz mit Ziegelausfachung
und innenseitigem Lehmverputz.
Von außen erfolgte ein kunststoffveredelter
Anstrich auf Hölzern
und Ausfachung. Als nachträgliche
Innendämmung wurde eine leichte
Vorsatzschale bestehend aus Gipskartonplatten
auf Ständerwerk mit
dazwischen liegender Mineralwolle
und PE-Folie als Dampfsperre eingebaut.
Bereits sechs Jahre nach der Sanierung
des Wohnhauses war die Zerstörung
der Konstruktionshölzer
durch Braunfäule und Nassfäulepilze
so groß, dass ein Leerzug der
Mieter erfolgen musste. Neben den
Fäulepilzen in den Fachwerkhölzern
wurden auch Fruchtkörper des
Zaun- oder Tannenblättlings sowie
nach Öffnung der Innenschale
Schimmelpilze an der Glasfaserdämmung
festgestellt. 13
Der Gesamtaufbau der Außenwände ist mit Materialien ausgeführt
worden, die beidseitig eine kapillare
Abtrocknung der feuchtebelasteten
Konstruktion bzw. eine
Abdunstung nach außen blockierten.
Von außen erhielt die Fassade den
wasserabweisenden, kunststoffdispersionshaltigen
Anstrich über die
gesamte Fläche. Innenseitig wurden
die Wände mit einer ebenfalls wasserundurchlässigen
Baufolie über
der Glasfaserdämmung abgedichtet.
Aufgrund der unterschiedlichen
Baustoffeigenschaften, des natürlichen
Verschleißes der Materialien
sowie statisch und klimatisch bedingter
Bewegungen im Gefüge
kam es zu Rissen sowohl in der Anstrichebene
als auch im Gefüge
des Fachwerks (Risse in den Hölzern,
Risse am Anschluss Holzkonstruktion
- Gefacheausmauerung). Weiterhin
waren in Teilbereichen Verformungen
einzelner Fachwerkhölzer zu
beobachten, wodurch größere Fugen
zwischen Fachwerk und Ausfachung
verursacht wurden. Somit
konnte insbesondere an der Wetterseite
Feuchtigkeit in flüssiger Form
(Schlagregen) aber auch als Wasserdampf
eindringen.
Zusätzlich kann das tägliche starke
Temperaturgefälle bei undicht ausgeführter
Innendämmung und bei
Wohnnutzung üblichen hohen Konvektionsströmen
feucht-warmer
Raumluft den Tauwasserausfall an
der raumseitigen Wandoberfläche
begünstigen. 14 Durch die beidseitig
aufgebrachte, trocknungsblockierende
Abdichtung der Wandkonstruktion
konnte die in flüssiger Form
vorhandene Feuchtigkeit weder
nach innen noch nach außen abtrocknen.
Die permanente Feuchtebelastung
der Konstruktion und das vorhandene
Nährstoffangebot (z.B. Staub,
Tapeten/Papier, Klebstoffe, Dämmstoffe,
Holz) waren Voraussetzung
für die Entstehung und Verbreitung
der Fäule- und Schimmelpilze.
Fallbeispiel 2:
Ein zweigeschossiger barocker
Fachwerkbau aus der Mitte des
18. Jahrhunderts wurde nach mehreren
früheren Umnutzungen in der
Zeit zwischen 1997 bis 1999 umfassend
saniert, teilweise umgebaut
und modernisiert.
Nachdem schon ein Jahr später der
Farbanstrich auf den Fachwerkhölzern
abblätterte, wurden im selben
Jahr diesbezüglich Arbeiten zur
Mängelbeseitigung wie folgt ausgeführt:
Nachdem der lose Farbanstrich
mit einer Drahtbürste von den
Fachwerkbalken entfernt wurde, erfolgte
ein 2-facher Anstrich mit einem
Color-Acryllack. 15 Als erneute
Schadensbilder in den Folgejahren
waren wiederum der Anstrich der
Fachwerkhölzer sowie einiger Fenster,
zusätzlich auch Schäden am Sockel–
und Gefacheputz zu regulieren. 16
Bei den Untersuchungen konnten
wir nicht nur eine großflächige Rissbildung
und das Abblättern des äußeren
Anstrichs sondern auch
Feuchteflecken auf den Fachwerkhölzern
feststellen. In einem von innen
geöffneten Wandbereich waren
ebenfalls Feuchteflecken am
Fachwerkholz mit beginnender
Schimmelpilzbildung erkennbar,
was darauf hindeutet, dass es zu
zeitweiligen Trocknungsblockaden
kommt. Ursache hierfür sind einerseits
der äußere abdichtende acrylhaltige
Anstrich und andererseits
eine fehlende kapillar leitende Füllschicht
zwischen der Außenwand
und der als Innendämmung direkt
auf die Wand aufgebrachten HWLPlatte. 17
Fallbeispiel 3:
Im Rahmen einer im Jahr 2001
durchgeführten Sanierung an einem
Fachwerkhaus mit Ziegelsteinausfachung
und äußerem Lehmverputz
erfolgten u.a. folgende
Fassadenarbeiten:
Die gesamte Fassadenfläche
wurde mit Drahtbürste und Spachtel
gereinigt, die lehmverputzten Gefache
mit silikonharzbasiertem Fassadengrund
und Fassadengrundhärter
im Mischungsverhältnis bis 1:1
grundiert und mit einer Silikonharzfarbe
zweimal gestrichen. 18 Zur Ausfüllung
aller Anschlussfugen bis
5 mm kam ein Acryl-Dichtstoff zum
Einsatz. 19
Das Abblättern der Farbbeschichtung
von den Lehmputzen war
schon wenige Jahre später das vorherrschende
Schadensbild. Silikon-
Kunstharzdispersionen, wie hier eingesetzt,
bestehen aus in bis zu 85%
Lösemitteln (z.B. Testbenzin, Alkohole) gelösten Polysiloxanen (Silikone,
Siloxane). Die Mittel dringen
tief in den Untergrund ein und haben
wasserabweisende (hydrophobe)
Eigenschaften. 20 Dieses
Farbsystem ist aufgrund der trocknungsblockierenden
Produkteigenschaften
für den Anstrich von Gefacheputz
generell ungeeignet, 21 da
die Diffusionsoffenheit durch zu
starke Schichtdicken und die alterungsbedingte
Polymerisation unterbunden
wird.
Grundsätzlich muss darauf hingewiesen
werden, dass ein Lehmputz
als Außenputz ungeeignet ist. Etwaige
Kalkoberputze oder Farbanstriche
weisen auf Lehmuntergründen
eine ungünstige Haftung auf,
so dass zusätzliche Maßnahmen zu
ergreifen und zu beachten sind.
Eine alleinige Diffusionsoffenheit der
Beschichtungen, die bei Einhaltung
der von den Herstellern empfohlenen
Schichtdicke für Kunstharz-Dispersionen,
Silikon- oder Acrylfarben
gewährleistet werden könnte, garantiert
in der Praxis allerdings nicht
die Schadensfreiheit des Holzuntergrundes.
Dafür gibt es mehrere
Gründe:
Der erste Grund ist die auf längere
Zeit nicht zu haltende Baustoffgüte
selbst. Insbesondere bei chemisch
vergüteten Farben und Putzen ist
aufgrund von Alterungsprozessen
und Witterungseinflüssen ein deutlicher
Qualitätsverlust zu finden. Eine
anfängliche Dampfdiffusionsoffenheit
dieser Produkte wandelt sich im
Laufe der Zeit zu einer Dampfdichtheit
um, so dass die Atmungsaktivität
nicht mehr gewährleistet ist. 22
Die zweite Ursache liegt darin begründet,
dass die Notwendigkeit der
Rücktrocknung durch kapillare
Feuchteableitung unterschätzt wird.
Das hauptsächlich durch Fugen in
der Konstruktion und durch alterungs-
und abbindungsbedingt gerissene
Farbschichten eindringende
Regenwasser 23, die bei nächtlicher
Luftabkühlung in kalten Fassadenflächen
abkondensierende Luftfeuchte
sowie die Tauwasserbildung
beim Auftreffen feucht-warmer
Raumluft auf kalte Wandflächen
bewirken eine Feuchteanreicherung
des Untergrundes. Der Feuchtetransport
aus Baustoffen heraus
erfolgt überwiegend kapillar in der
Flüssigphase. Das bedeutet, wenn
Wasser innerhalb einer Konstruktion
in flüssiger Form auftritt, wandeln
sich die ursprünglich positiv gedachten
wasserabweisenden Produkteigenschaften
(bei von außen
anfallendem Wasser) ins Negative
um, insbesondere wenn ein Abdampfen
nach außen aufgrund
dampfdichter Beschichtung und
die Abtrocknung nach innen durch
kapillarblockierende Schichten
oder hohlraumhaltiger Innendämmungen
verhindert wird.
Wie sollten Altanstriche von Fachwerkhölzern entfernt werden?
Vor dem Anstrich von Fachwerkhölzern
sollten Altanstriche möglichst
vollständig entfernt werden, einerseits
um in der Folge einem zu dicken
Schichtenaufbau vorzubeugen,
andererseits um unerwünschte
chemische Reaktionen der Inhaltsstoffe
zu vermeiden.
Auf ein Abstrahlen der Fassade
sollte generell verzichtet werden.
Beim Abstrahlen sowie beim Abbürsten
mit motorgetriebenen, rotierenden
Stahlbürsten besteht die
Gefahr, dass weichere Frühholzanteile
massiv angegriffen werden.
Auch ein Abbeizen ist nur bedingt
tauglich, da möglichst kein Abbeizmittel
in das Holz eindringen darf.
Beim Anlaugen mit alkalischen Lösungsmitteln
würden die Holzinhaltsstoffe
so sehr angegriffen werden,
dass z.B. Eichenholz schwarz
werden würde. Hochdruckreiniger
und chemische Abbeizer bewirken
zusätzlich einen hohen Feuchteeintrag
in die Fachwerkkonstruktion. Da
die Hölzer angekohlt werden könnten,
ist das Abbrennen der Farbschichten mit offenen Flammen
ebenfalls nicht empfehlenswert. 24 Gute Ergebnisse können allerdings
erzielt werden, wenn motorgetriebene,
drehzahlsteuerbare weiche
Bürsten 25 mit regulierbarem Bürstenabstand
eingesetzt werden. Weiterhin
ist das Ablösen der Farbschichten
mit Heißluftgeräten eine
geeignete Methode, um dicke Farbschichten
zu entfernen. Die angelösten
Farbschichten können mit
dem Spachtel abgenommen und
die Holzoberfläche mit der Drahtbürste
nachgearbeitet werden. Der
Gefacheputz darf auf keinen Fall
beschädigt werden. Die Methode
sollte mit einem Denkmalpfleger abgestimmt
werden.
Anstriche für Holzuntergründe auf naturbasierten Inhaltsstoffen
Grundkomponenten der Farbsysteme
sind in der Regel Bindemittel,
Lösemittel, Pigmente und Hilfsstoffe,
wobei die Klassifizierung meist nach
der Art des Bindemittels 26 erfolgt. Da
aber die Bindemittel nach unterschiedlichen
Rezepturen eingesetzt
werden, ist insbesondere bei kunststoffhaltigen
Anstrichen diese Einteilung
ungenau. 27
Eine sinnvolle Alternative zu den modernen,
sehr inhaltsstoffreichen Produkten
bieten traditionelle, naturbasierte
Rezepturen. Sie ergeben
ebenso haltbare Resultate oder sind
sogar langlebiger als viele chemisch
veredelte Farbsysteme. Sie
sind einfach und wirksam in der Verarbeitung
und vor allem schadstofffrei.
Holzschutzlasuren aus pflanzlichen
Ölen, zum Teil auch Naturharzen,
mit Naturfarben (Pigmenten) versetzt,
sind frei von chemischen Lösungs-
oder Bindemitteln. Sie sind
geeignet für einen dauerhaft offenporigen
Anstrich von Fachwerkhölzern,
Holzbekleidungen, Zäunen,
Gartenmöbeln, aber auch für Fenster
und Türen. 28
Transparent farbige Lasuren auf der
Basis von natürlichen Inhaltsstoffen
besitzen aufgrund der geringen Molekülgröße 29 ein gutes Eindringvermögen
und eine hohe Witterungsbeständigkeit.
Der Anstrichfilm bleibt
diffusionsoffen, flexibel und neigt
nicht zum Abblättern.
Die in den natürlichen Farbmischungen
enthaltenen pflanzlichen
Öle nehmen bei der Trocknung Sauerstoff
auf und vernetzen dadurch
zu einem elastischen Film. Durch die
oxidative Trocknung der Öle und
durch Zusatz von UV-beständigen
Naturpigmenten kann eine besonders
dünnschichtige und wirtschaftliche
Auftragsweise erzielt
werden. 30
Als Bindemittel in Naturfarben kommen
z.B. Leinöl, Leinöl-Standöl,
Holzöl-Standöl, (modifiziertes) Kolophonium,
Rizinen-Standöl, Dammar,
Kalk zum Einsatz. 30
Citrusterpene, Orangenterpene,
Balsamterpentinöl oder Wasser dienen
als Lösemittel. 30
Für die Farbgebung der Anstriche
verwendete Erd- und Mineralpigmente
sind natürliche Verwitterungsprodukte
von eisenhaltigen
Gesteinen und Mineralien, künstlich
gebrannte natürliche Erdpigmente,
natürliche Erdpigmente, durch Verkohlen
von Pflanzenreben hergestellte
Pflanzenpigmente, künstliche
(durch Erhitzen von Soda, Ton,
Schwefel) Mineralpigmente, spinelle
Minerale vulkanischen Ursprungs. 30
Schadstofffreie Hilfsstoffe, die der
besseren Streichbarkeit oder dem
besseren Trocknungsverhalten der
Farbmischung dienen, können bleifreie
Trockenstoffkombination (Kobalt-
Linoleat, Calcium-Oktoat, Zirkon-
Oktoat) oder Emulgatoren auf
pflanzlicher Basis, Methylcellulose,
Sojalecithin, Kieselsäure, Alkohol
sein. 30
Die Verarbeitung der Naturfarben
erfolgt im Dünnschichtverfahren
durch Streichen, Spritzen, Tauchen -
in der Regel nicht bei Temperaturen
unter 10° C.
Die Vorbehandlung des Holzgrundes
ist abhängig von dessen Zustand
und dem vorgesehenen Anstrichsystem.
Grundvoraussetzung ist
natürlich, dass die Hölzer frei von tierischen
Schädlingen, Pilzen, Algen,
Moosen, Pflanzen, Altanstrichen,
Mörtelresten, Spachtel- oder synthetischen
Fugendichtmassen und
zerstörten Oberflächenbereichen
sind. Breite Risse oder klaffende Holzverbindungen
sind vorab fachgerecht
auszuspänen. Weiterhin sollte
der Untergrund fest, trocken, staubund
fettfrei, chemisch neutral und
saugfähig sein.
BBei der Entfernung von organischen
Anstrichen muss aufgrund der umweltgefährdenden
Inhaltsstoffe insbesondere
die Problematik der
fachgerechten Entsorgung (Sondermüll)
beachtet werden!
Ferner sind vor Beginn der Arbeiten
alle notwendigen Maßnahmen des
konstruktiven und chemischen Holzschutzes
mit einem Fachplaner
oder Holzschutzsachverständigen
abzuklären und auszuführen.
Für die weitere Vorbehandlung bzw.
den Grundanstrich wird ein Grundieröl,
bei stark saugenden Untergründen
(z.B. raues Holz) ein Naturharz-
Imprägnieröl einmal dünn
aufgetragen.
Je nach verwendetem Produkt erfolgt
anschließend der ein- oder
zweimalige Zwischenanstrich mit
Holzlasur gleichmäßig in Faserrichtung. 31
Für den Deckanstrich wird die Holzlasur
noch einmal dünn und gleichmäßig
in Faserrichtung aufgebracht.
Alternativ kann für
deckende Anstriche einmal Standölfarbe
halbfett, einmal Standölfarbe
vollfett gestrichen werden. 32
Bei der Verwendung von Leinölfarben
weisen einige Hersteller darauf
hin, dass der Anstrich nach dem ersten
Auftrag seidenmatt und nach
zwei Anstrichen seidenglänzend erscheint. Mitunter wirken die Anstriche
im nassen Zustand milchig, was
sich jedoch bei der Trocknung verliert.
Anstriche mit Leinölfarben sollten
vorzugsweise von erfahrenen Fachfirmen
ausgeführt werden, da handwerklich
präzises Arbeiten die Voraussetzung
für die Funktionsfähigkeit
der Beschichtung bildet.
Da zu viele Leinöl- oder Standölschichten
einen dichten Film bilden,
der die Wasserdampfdurchlässigkeit
des Holzes zu stark behindern
kann, ist als wichtigste Grundregel
zu beachten, dass die Anstriche in
ihrer Fettigkeit von unten nach oben
zunehmen. Der erste Anstrich muss
also relativ mager sein, die darauffolgenden
sollen fetter werden, um
netzartige Rissbildung infolge von
Spannungen und Schrumpfungen
zu vermeiden. 33
Fettere, ölhaltigere Anstriche trocknen
langsamer als magere Anstriche.
Je langsamer ein Ölanstrich
trocknet, desto witterungsbeständiger
ist er. Die Witterungsbeständigkeit
hängt maßgeblich von der
Höhe des Ölgehalts bzw. der Art des
verwendeten Naturharzes ab. 34
Instandhaltung und Pflege:
Verunreinigungen oder Pilzbefall
sollten halbjährlich mit einem
Schwamm, Wasser und bei Bedarf
Marseiller Seife 35 abgewaschen werden.
Ein Pilzbefall kann auftreten, wenn
sich an stark Kondenswasser belasteten
Bereichen Staub und Pollen
ablagern und so einen idealen
Nährboden bieten.
Anstriche aus natürlichen Ölen wittern
allmählich oberflächlich ab,
während der darunterliegende
Schichtfilm noch intakt ist. Somit sind
diese Anstriche durch einfaches Reinigen
und Überstreichen leicht aufzuarbeiten.
Wenn die Holzlasur
durch Abwitterung ihren Glanz verloren
hat bzw. matt erscheint, sollte
sie aufgefrischt werden – an Wetterseiten
ca. alle 1,5 bis 3 Jahre, an
Nicht-Wetterseiten ca. alle 2 bis 5
Jahre. 36
Anstriche für Putzuntergründe auf naturbasierten Inhaltsstoffen
Die Anstriche auf Gefacheputzen
erfüllen zum Einen gestalterische
Zwecke, zum Anderen dienen sie
dem Schutz vor Witterungs- und Umwelteinflüssen.
Auch hier spielen die
Wasserdampfdurchlässigkeit sowie
das Wasseraufnahme- bzw. Wasserabgabevermögen
eine entscheidende
Rolle für die Regulierung
des Feuchtehaushaltes des
Untergrundes. 37
Bezugnehmend auf Fallbeispiel 3 beginnen wir mit Lehmputzen, die
als Außenputz ohne weitere Schutzvorkehrungen
wegen der Witterungsunbeständigkeit
mit erhöhten
Risiken behaftet sind 38, bei historischen
Fachwerkbauten jedoch
nach der Abnahme von Wetterschutzbekleidungen
durchaus vorzufinden
sind (Abb. 13).
Zur Festigung von Lehmputzen und
als tragfähiger, feuchtefester Untergrund
für nachfolgende Anstriche
sollte ein Kalkspachtel aufgetragen
werden. Dazu wird aus feinkörnigem
Sand, weißem Kalk und Wasser ein
Spachtelmörtel hergestellt, der mit
der Glättscheibe auf den zuvor angefeuchteten
Lehmuntergrund in einer
Stärke von ca. 1 mm aufgetragen
wird. Der Lehmputz muss vorab
voll durchgetrocknet sein. Die Kalkspachteloberfläche
wird nach dem
Auftragen mit einem angefeuchteten
Filzbrett verrieben. So entsteht
eine gleichmäßige, feinkörnige
Struktur mit einer transparent-weißen
Oberfläche, welche danach entweder
2 bis 3 mal mit Kalkmilch 39 auf den noch feuchten Untergrund
oder mit Kalk- oder anderen natürlichen
Anstrichsystemen auf dem getrockneten
Untergrund beschichtet
werden kann. 40
Für den weiteren Anstrich kann z.B.
eine Kalkkaseinfarbe verwendet
werden. Kasein als Bestandteil von
Milch wird durch die Zugabe von
Kalkhydrat aufgeschlossen, wobei
sich das sehr beständige Bindemittel Kalkkasein bildet. Zur Herstellung
von Kalkkaseinfarben wird oft Magerquark
verwendet, welcher in
den Kalkteig eingerührt wird (ca.
500g Magerquark auf 10 kg Kalkteig). 41 Bei der Ausführung von Anstrichen
auf Kalkbasis ist eine direkte
Sonneneinstrahlung zu vermeiden,
an warmen Tagen ist ein Vornässen
zwingend erforderlich – besser ist
die Ausführung jedoch bei feuchter
Witterung. Je nach Witterung sollten
zwischen den Anstrichen ein bis
zwei Tage vergehen.. 42
Entsprechend des WTA-Merkblattes
E-8-6-2007/D sind für Beschichtungen
auf mineralischen Untergründen
besonders die Kenngrößen:
Wasserdampfdiffusionsstromdichte
(V), Sd–Wert und Wasserdurchlässigkeit
(W) von Bedeutung. Je niedriger
der W-Wert, desto höher sollte
der V-Wert sein. Geeignet sind Anstriche
der Beschichtungsklasse W1
mit einem W-Wert von 0,1 bis
1,0 kg/m2h0,5 und einem V-Wert >
150 g//m2*d), welcher einem Sd–
Wert von < 0,14 [m] entspricht. 43
Ein Großteil der Gefacheputze besteht
aus modifizierten Kalkputzen.
Die sind diffusionsoffen und porös
und können somit bei hoher Luftfeuchtigkeit
oder Niederschlag Porenwasser
aufnehmen und es bei
Erwärmung bzw. in der Trocknungsphase
dosiert wieder abgeben. Als
Beschichtung geeignet sind auch
hier Kalkfarben und Silikatfarben. 44 Anstatt „Silikatfarbe“ wird von den
Farbherstellern in der Regel die Bezeichnung
„Mineralfarbe“ benutzt.
Als chemisch-reaktives Bindemittel
fungiert eine wässrige Kali-Wasserglas-
Lösung, welche aus einem
Schmelzprozess von Quarzsand und
Pottasche gewonnen wird. Für die
Farbgebung können nur alkalibeständige
Pigmente (z.B. Titandioxid,
Eisenoxid) benutzt werden. 45 Reine
Silikatfarben werden zweikomponentig
geliefert, da die Reaktivität
der Wasserglaslösung ein werkseitiges
Anmischen mit dem Pigmentpulver
verbietet. 46 Der Zusatz von
Kunstharzdispersionen erleichtert
zwar die Verarbeitbarkeit, verschlechtert
aber die wasserabweisenden
und dampfdiffusionsoffenen
Eigenschaften. 47 Diese
Mischungen werden „Dispersionssilikatfarben“
genannt. 48
Wie kann man reine Mineralfarben
auf Kalk- oder Silikatbasis von silikonmodifizierten
Dispersionsfarben
unterscheiden? Kalkstein und Quarz
sind absolut beständig gegen organische
Lösemittel – also auch gegenüber
marktüblichen, lösemittelhaltigen
Abbeizer. Eine leichte
Entfernbarkeit der Farbe dagegen
weist auf filmbildende Kunstharzzusätze
(Silikone) hin. 49
Für die Beschichtung von Gefacheputzen
können weiterhin Naturharz-
Fassadenfarben auf der Bindemittelbasis
von Leinöl-Standöl,
Lärchenharz-Balsam, Kiefernharz,
Dammar und Füllstoffen/Pigmenten
wie z.B. Buchenholzzellulose, Talkum,
Titandioxid, Wasser, Borax, Borsäure,
Quellton, Bienenwachs, Milch-Kasein,
Balsamterpentinöl, Alkohol verwendet
werden. Diese Anstriche
sind sehr spannungsarm, besitzen
eine gute Elastizität und aufgrund
ihrer Molekularstruktur ein gutes Haftungsvermögen.
Das Dampfdiffusions-
und Resorptionsvermögen des
Untergrundes wird nicht wesentlich
beeinträchtigt. 50
Die Vorbehandlung des Putzgrundes
ist abhängig von dessen Zustand
und dem vorgesehenen Anstrichsystem.
Lose Kalkfarben
können mit einem Spachtel abgestoßen
werden, Leinöl- und Standölfarben
werden mit einem (verseifenden)
Abbeizer entfernt. Bei der
Verwendung von reinen Silikatfarben
sind Altanstriche auf Kunstharzbasis
restlos abzubeizen. Da reine
Silikatfarben nicht einfach entfernt
werden können, müsste bei der Auswahl
eines anderen Farbsystems hier ggf. der Putz abgeschlagen
und neu verputzt werden. 51 Bei der
Entfernung von organischen Anstrichen
muss aufgrund der umweltgefährdenden
Inhaltsstoffe insbesondere
die Problematik der
fachgerechten Entsorgung (Sondermüll)
beachtet werden!
Der Putzgrund sollte in jedem Fall
trocken, fest, in der Struktur gleichmäßig
und ansatzfrei, saugfähig sowie
frei von Sinterschichten, Staub,
Ablagerungen, Ausblühungen und
unverträglichen Bindemittelresten
sein.
Auf einem tragfähigen, gut wasserbenetzbaren
Mineralputz reichen
nach einer Grundierung mit verdünntem
Wasserglas zwei hauchdünne,
deckende Anstriche mit reinen
Silikatfarben aus. Neuputze
sollten zuvor mit Kieselsäure geätzt
werden, um die natürliche Sinterhaut
zu lösen und somit eine tiefenwirksame
Verkieselung des Anstrichsystems
zu gewährleisten.
Angesetzte reine Silikatfarben sollten
innerhalb eines Monats verarbeitet
werden, um einer Verkieselung
im Gebinde entgegen zu
wirken. 52 Auch bei Naturharz-Fassadenfarben
bestehen die Anstriche
in der Regel aus den drei Schichten:
Grundierung, Zwischenanstrich und
Deckanstrich. Bei der Verarbeitung
der Farbsysteme sind grundsätzlich
die Herstellervorgaben einzuhalten.
Empfehlenswert ist das Einholen einer
schriftlichen Zusicherung seitens
des Herstellers bezüglich der Produkteigenschaften,
der Eignung der
Farbsysteme und des Beschichtungsaufbaus
für den jeweils geplanten
Anwendungsfall. 53
Da durch erhöhte Feuchtigkeit und
Schmutzablagerungen die Gefahr
eines Befalls durch Mikroorganismen
(Pilze, Algen, Moose, Flechten)
besteht, können die Farbsysteme
vorbeugend mit Bioziden versetzt
werden. 54
1 z.B. Beibehaltung oder Erneuerung großer Dachüberstände
oder Bekleidungen; schräg angebohrte und
nach außen ableitende Zapfenlöcher, um in diesen
stehendes Wasser zu vermeiden, Grundschwelle möglichst
außerhalb der Spritzwasserzone (>30 cm über OK
Erdreich); bündiger bzw. nach außen abgeschrägter
Abschluss von Putzflächen
2 Arbeitsblatt „Deckende Anstriche auf Fachwerkhölzern“,
Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege,
Propstei Johannesberg, Fulda
3 z.B. Restauratorische Untersuchungsberichte zu Befunden
historischer Farbigkeit, Restauratorenkollegium
Blankenburg GbR zu Objekten Schlossberg 12, Pölle
47/48, QLB, Neukirchenstr. 37, Osterwieck, etc.
4 siehe auch WTA-Merkblatt 8-7-98/D, Fraunhofer IRB Verlag
5 WTA-Merkblatt 8-7-98/D, Fraunhofer IRB Verlag
6 Sd-Wert = diffusionsaquivalente Luftschichtdicke erhalt man, indem man die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl (ƒÊ-Wert) mit der Schichtdicke der Beschichtung multipliziert.
7 WTA-Merkblätter E-8-7, Ausgabe 5.2007/D, S. 7 und E-8-6, Ausgabe 10.2007/D, S. 8
8 Nachzulesen z.B. in den Technischen Merkblättern der Farben
9 Ziesemann: Natürliche Farben, Anstriche und Verputze selber herstellen, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 1996, S. 103
10 Hantschke/Hantschke „Lacke und Farben am Bau, Erstanstrich und Werterhaltung, Eine Einführung für Maler, Architekten, Gutachter“, Hirzel 1998, S. 177, 213
11 Böttcher, P.; Fachwerkinstandsetzung nach WTA, Band 2, Aktuelle Berichte; WTA Referat 8, Fachwerk; Fraunhofer IRB Verlag 2002, S. 213
12 Hein, J. T.;, Fachwerkinstandsetzung nach WTA, Band 2, Aktuelle Berichte; WTA Referat 8, Fachwerk; Fraunhofer IRB Verlag 2002, S. 223
13 U. Ellenberg, Gutachterliche Stellungnahme, 20.09.2006, S. 3 ff
14 Holzschutzgutachten, 20.09.2006, S. 4 ff
15 Ausführungsbestätigung Mangelbeseitigung des ausführenden Handwerksbetriebes Oktober 2000
16 Bericht des Architekturbüros zur Revisionsuntersuchung, November 2005
17 Regelkonforme Ausführung siehe Kapitel nachträgliche Innendämmung
18 Schluss-Rechnung Nr. 21410 der ausführenden Firma
19 Schluss-Rechnung Nr. 21410 der ausführenden Firma
20 Ökologisches Baustofflexikon, S. 296, Gerd Zwiener, C. F. Müller Verlag GmbH, Heidelberg, 1994
21 WTA-Merkblatt 8-6-99/D
22 Ziesemann: Natürliche Farben, Anstriche und Verputze selber herstellen, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 1996, S. 103
23 WTA-Merkblätter 8–7-98/D, Fraunhofer IRB Verlag 2002
24 Siehe auch Arbeitsblatt „Deckende Anstriche auf Fachwerkhölzern“, ZHD, Propstei Johannesberg, Fulda
25 z.B. Kunststoffbürsten oder flexible Edelstahlbürsten
26 z.B. Kalkfarben, Siliconharzfarben, Leinölfarben
27 Arbeitsblatt „Deckende Anstriche auf Fachwerkhölzern“, ZHD, Propstei Johannesberg, Fulda
28 Herstelleradressen können im ökologischen Fachhandel, bei Verbraucherzentralen oder über das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg erfragt werden.
29 Leinölmoleküle sind auch nach dem Trocknen im Schnitt fast fünfzigmal kleiner als Kunststoff-Polymerisate, Ziesemann: Natürliche Farben, Anstriche und Verputze selber herstellen, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 996, S. 103
30 Zusammenfassung und Abgleich der Inhaltsstoffe von verschiedenen Naturfarbenherstellern
31 Die Herstellerangaben in den Technischen Merkblättern sind unbedingt einzuhalten.
32 Die Herstellerangaben in den Technischen Merkblättern sind unbedingt einzuhalten.
33 Arbeitsblatt „Deckende Anstriche auf Fachwerkhölzern“, ZHD, Propstei Johannesberg, Fulda
34 Ziesemann: Natürliche Farben, Anstriche und Verputze selber herstellen, AT Verlag, Aarau, Schweiz, 1996, Buchdeckeltext Rückseite, S. 102
35 Marseiller Seife ist eine Natronseife aus verschiedenen Baumölen und Olivenöl, ohne Zusatz künstlicher Tenside od. Konservierungsstoffe. Sie ist in warmem Wasser leicht löslich – aber ohne Schaumbildung, rückfettend mit pflegender Wirkung und geeignet auch für die Reinigung von Fußböden, Pinseln, ölverschmierten Händen, Kreidezeit Technisches Merkblatt 220-223
36 Richtlinie lt. Kreidezeit Technisches Merkblatt 320-324, Holzlasur für außen
37 WTA-Merkblatt 8-6-99/D
38 WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D, S. 9
39 Kalkkaseinmilch aus Magerquark, Sumpfkalk und Wasser im Mischungsverhältnis 1:6:10 als Haftbrücke dünn aufstreichen und mit einem Reibebrett einreiben.
40 Arbeitsblatt zum DBU Modellprojekt Altes Rentamt Worbis, 2. Lehmputze, Leichtlehmputze/Lehmdämmputze, Rezepte und Empfehlungen zur Aufbereitung, gefördert durch die DBU
41 Arbeitsblatt Kalk-Bindemittel für Farben und Mörtel, Teil 2: Kalkfarbenanstriche, Gerwin Stein, ZHD Fulda
42 Arbeitsblatt Kalk-Bindemittel für Farben und Mörtel, Teil 2: Kalkfarbenanstriche, Gerwin Stein, ZHD Fulda
43 WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D, S. 8
44 WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D, S. 8
45 Zwiener, G.; Ökologisches Baustoff-Lexikon; Daten, Sachzusammenhänge, Regelwerke, 1. Auflage, C.F. Müller Verlag GmbH Heidelberg 1994, S. 296
46 Mineralfarbe - Phönix aus der (Pott-)Asche, Wissenswertes und Hintergründiges über mineralische Anstriche, Beeck`sche Farbwerke GmbH+Co.KG, Stuttgart, 1998
47 Zwiener, G.; Ökologisches Baustoff-Lexikon; Daten, Sachzusammenhänge, Regelwerke, 1. Auflage, C.F. Müller Verlag GmbH Heidelberg 1994, S. 297
48 VOB/DIN 18363/2.4.1 (nach Vereinbarung zwischen DIN-Ausschüssen und Herstellern)
49 Beeck-Aktuell, echte und weniger echte Mineralfarben, Beeck`sche Farbwerke GmbH+Co.KG, Stuttgart, 1998
50 Herstelleradressen können im ökologischen Fachhandel, bei Verbraucherzentralen oder über das Deutsche Fachwerkzentrum Quedlinburg erfragt werden.
51 WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D, S. 6
52 Mineralfarbe - Phönix aus der (Pott-)Asche, Wissenswertes und Hintergründiges über mineralische Anstriche, Beeck`sche Farbwerke GmbH+Co.KG, Stuttgart, 1998
53 WTA-Merkblatt 8-6-99/D, S. 4 ff. oder WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D
54 WTA-Merkblatt E-8-6-2007/D, S. 10
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Abb. 1 Aufreißen des Gefacheanstrichs durch Versprödung. Auf der Südseite des Objektes beschleunigten stark wechselnde Temperaturen die fortschreitende Polymerisation der Kunststoffmoleküle (DFWZ QLB)
Abb. 2 Aufreißen der Farbschicht auf dem Gefacheputz und den Fachwerkhölzern. Versprödung des Farbsystems. Die Anschlussfugen zwischen Fachwerk und Gefach wurden vorab mit dauerelastischer Füllmasse geschlossen, die zusätzlich als Trocknungsblockade wirkte (DFWZ QLB)
Abb. 3 Abplatzungen des Farbanstrichs über Fachwerkhölzern und Gefacheausmauerung, Zerstörung der Fachwerkhölzer durch Pilzbefall, hier an der Westseite des Gebäudes (Foto: U. Ellenberg)
Abb. 4 Fruchtkörper des Zaun- oder Tannenblättlings, hier am Hahnenbalken des Giebeldreiecks (Foto: U. Ellenberg)
Abb. 5 Geöffneter Wandaufbau Gebäude, deutlich erkennbar die starke Zerstörung der Schwellhölzer und aufgehenden Ständer durch Braun- und Weißfäule. Im Hintergrund ist die Glasfaserdämmschicht zu sehen. (Foto: U. Ellenberg)
Abb. 6 Risse in Gefüge und in der Anstrichebene, die auch zum Eindringen von Regenwasser führten (DFWZ QLB)
Abb. 7 Öffnung der Innendämmschale, bestehend aus Glasfaserdämmstoff zwischen Ständerwerk, PE-Folie und Gipskartonbeplankung. Im Vordergrund Schimmelnester im Dämmstoff (Foto: U. Ellenberg)
Abb. 8 Rissige und abblätternde Farbbeschichtung der Fachwerkhölzer im Erdgeschoss. (DFWZ QLB)
Abb. 9 Der silikonharzhaltige Farbanstrich weist keine Haftung zum Untergrund auf und blättert großflächig ab. Niederschlag kann ungehindert auf den Lehmputz auftreffen und diesen auswaschen. Hinter die Farbschicht laufendes Wasser erhöht weiterhin den Feuchtehaushalt der Fachwerkkonstruktion. (DFWZ QLB)
Abb. 10 Der im Bild 11 sichtbare Balkenbereich ist bereits weitgehend vom Altanstrich befreit. (DFWZ QLB)
Abb. 11 Die alte Farbe wird mit Hilfe eines Heißluftföns angelöst und mit einem Spachtel oder Zieheisen abgenommen ohne die Fachwerkhölzer zu beschädigen. (DFWZ QLB)
Abb. 12 Die Fachwerkhölzer des Klopstock- Gartenhauses in Quedlinburg wurden mit einer Standölfarbe unter Zusatz von Pigmenten im Farbton Teak gestrichen. (Foto: Rosi Radecke, QLB für DFWZ)
Abb. 13 Nach dem Abnehmen der Wetterschutz- bekleidung wurde ein Lehmaußenputz sichtbar, der im weiteren Sanierungsverlauf lediglich mit einer Kalkfarbe überstrichen wurde. (DFWZ QLB)
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